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Doppelleben-Tour 2018: Elif begeistert in Osnabrück

Sie springt fröhlich auf der Bühne umher, genießt sichtlich die gute Stimmung. Im nächsten Augenblick ist sie ruhig, in sich gekehrt – ihr Blick eine Mischung aus traurig, verzweifelt und verletzt. Elif hat das Publikum bei ihrem Doppelleben-Tour-Konzert in der Lagerhalle in Osnabrück in ihren Bann gezogen und an ihren Emotionen teilhaben lassen. Dabei gab es nicht nur Songs aus ihrem zweiten Album „Doppelleben“ zu hören, sondern auch von ihrer ersten Platte „Unter meiner Haut“.
Die Themen, über die sie singt, sind alltäglich und sprechen jeden an – egal ob Männlein oder Weiblein, jung oder alt. Das zeigt sich auch am bunt gemischten Publikum. Elif berichtet über schwierige Situationen aus ihrem Leben; Trennungen, neue Liebe, alte Liebe, Probleme mit den Eltern („Doppelleben“), Phasen der Selbstfindung und wie es sich anfühlt, wenn man Umwege geht („Umwege gehen“) und immer wieder Anlauf nehmen („Anlauf nehmen“) muss.
Ihre unverkennbare Stimme kommt beim Konzert viel besser rüber als auf der Platte. Mal ist sie zart und zerbrechlich, dann wieder kraftvoll und leicht kratzig. Die Band, die unter anderem auch auf E-Gitarre und Schlagzeug setzt, sorgt dafür, dass die Songs zum Teil etwas rockiger klingen als auf der CD, was bei den Zuschauern sehr gut ankommt. Neben ruhigen und nachdenklichen Liedern wie „In Deinen Augen“, „Feuer“ oder „Schön, dass es dich gibt“ gibt es
auch schnelle Nummern: „200 Tage Sommer“ ist eine davon. Das Publikum klatscht die ganze Zeit über mit und ist – wie bei vielen anderen Songs – textsicher und geht auf Elifs Animationsversuche ein. Elif ist offen, witzig und charmant, gibt ein paar Anekdoten preis und möchte ihren Zuhörern ein unvergessliches Ereignis bereiten. Ein besonderes Highlight ist eine orientalische Version von „Regenstadt“, bei der ein Regenmacher und die Saz, eine Art
türkische Gitarre, zum Einsatz kommen.
Im Repertoire hat sie u.a. auch „Fort Knox“, „Auf halber Strecke“, „Nichts tut für immer weh“, „Baba“ und „Schwarz, Weiß, Grau“. Als Zugabe gibt es ein Cover von Marlene Dietrichs „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ und der Song, mit dem alles begonnen hat: „Unter meiner Haut“.

Am Ende lässt sich Folgendes festhalten: Elif ist mehr als eine typische Deutsch-Pop-Sängerin. Ihre Emotionen sind echt und auf ihren Konzerten spürbar. Die Musik und Texte sind nicht belanglos und auch nicht darauf bedacht, möglichst radiotauglich zu sein. Es werden Geschichten erzählt, die jeder irgendwie auf sich und sein Leben beziehen kann. Live ist die Musik dabei noch deutlich besser. Es schreit eigentlich nach einem Live-Album.

Noah Levi (c) Peter Heidbrink
Noah Levi (c) Peter Heidbrink

Lohnenswert war aber nicht nur Elif, sondern auch ihr Vor-Act Noah Levi. Der 16-jährige „The Voice Kids“-Gewinner (Staffel 2015) hat beim Elif-Konzert bewiesen, dass er nicht umsonst den Titel „The Voice“ trägt. Seine Stimme ist für sein Alter sehr reif und hat wirklich einen gewissen Wiedererkennungswert. Das Publikum in Osnabrück konnte er von seinem musikalischen Können unter anderem mit „Was ich brauch“, „Right Here“ und dem Ed-Sheeran-Hit „The A-Team“ überzeugen.

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