protokumpel – 2 Typen mit heftigem Melodiebelag auf der Zunge, dicken beats im Laptop und Vintage-Punkrock im Soundshredder.

tim phonic und Logan Zufall prallten Mitte 2009 bei einer Partyschlägerei aufeinander und beschlossen im anschließenden Polizeiarrest spontan, sich ab da nur noch musikalisch die Fresse zu polieren. Die schlagkräftige 2-Mann-Armee baut in ihrem prekären Westberliner Kellerloch aus fluffigen Gesangslinien und -harmonien, grobmotorischen Beatbasteleien und dem virtuellen Zerlegen ihrer Punkrock-Platten der 70er und frühen 80er das Beste von heute. Diese tighte protokumpel-Mische mit mal extrem tanzbarem, mal ultimativ zurückgelehntem vibe wird befeuert durch treffsichere deutsche Texte von intelligenter Lässigkeit und mutiert zu hochwirksamen Killertracks, die unter dringendem Hitverdacht stehen. Thematisch nehmen die Songs wortgewitzt wie selbstironisch das ins Visier, was die beiden Berliner seit ihren verpfuschten Teenagertagen verfolgt – von Kumpels, die zu workaholic-Opfern werden, über chronische Herzscheiße, bis hin zum Kampf mit unser aller Unlockerheit. Mit ihrer doppelten Gesangspower pflügen die beiden protokumpels Spannungsfelder aus punkrockenden Schreien und relaxt-popappealigen Stimmbandschwingungen um, die den fruchtbaren Boden bereiten für phänomenal-eingängige Melodien. Pfiffige mehrstimmige vocal lines und ausgefuchste Chorflächen formvollenden die halsbrecherische Vokalakrobatik.
Dazu schmieden protokumpel einen druckvollen backing-track aus der extraordinären Kombination von dreckig-knarzenden Punkrock-Samples mit wuchtigen elektronischen Beats. Man setzt auf kreative Dekonstruktion von Tonträgern der ersten Punk-Generation: Der ungeschliffene, analoge Sound dieser inspirierenden Epoche prägt in Form von neu zusammengesetzten Gitarren-, Bass- und Drum-Fragmenten die protokumpel-Songs und rührt mit den digitalen Beats neue Klangfarben an. Dieser ungewöhnliche Mix überzeugte u.a. auch Jamie T, der das Duo als Support seiner live-Show in Deutschland einlud. Inzwischen können die Jungs etwa 50 Gigs in Deutschland, der Schweiz und London vorweisen.
Im August 2011 erschien die erste protokumpel-Single „wir könnten so sexy sein“ auf dem Berliner Elektronik-Label Claqueur Records. Das Debütalbum „irgendwas kann jeder“ (co-produziert von Archi Alert [K.I.Z., The T.C.H.I.K., Terrorgruppe] und Pato Siebenhaar [Trolle Siebenhaar, White Pony]) sowie die zweite Single "binär", die u.a. auch von Radio Fritz und FluxFM gespielt wird, folgte am 11. November 2011, erschienen bei oké records.
BINÄR - Protokumpel
protokumpel – und was habt ihr?
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