Alle Jahre wieder… das wäre zwar eine etwas voreilige Schlussfolgerung, aber nachdem die Fans von Fady Maalouf auch dieses Jahr wieder ein grandioses Konzert mit anschließendem Buffet und Party zur  Adventszeit  in der White-Spreelounge in Berlin erleben  konnten, wäre sicher keiner der Gäste abgeneigt, wenn der Anlass zu einer festen alljährlichen Institution würde.

Der diesjährige Titel „Étoiles“ (Sterne) klang wie ein Versprechen und wer diesen Künstler kennt, wusste schon zum Voraus,  dass sich das Funkeln der Sterne bestimmt nicht auf die zweifellos liebevolle Dekoration der Location beschränken würde.

So strömten denn die Besucher auch mit großer Vorfreude in den in gemütliches, rotes Schummerlicht getauchten Saal. Da Fady außerdem von zwei wunderbaren Musikern, Simon Anke am Keyboard und Volker Schlott am Saxophon begleitet wurde, waren die Erwartungen an die Leistung der Künstler besonders hoch geschraubt und sie wurden beileibe nicht enttäuscht.

Ganz im Gegenteil, einmal mehr nahm Fady Maalouf sein Publikum mit auf eine Reise zu den Sternen, in seine ureigene Galaxie, geschaffen aus Fantasie und gemeinsam erlebten Emotionen. Es mag pathetisch klingen, aber das sind nun mal die Empfindungen, wenn man dieser Stimme lauscht und bereit ist, sich ganz auf das Live-Erlebnis einzulassen.

Mag sein, dass die ersten Songs „Lonely“ und „This anchor holds“ noch etwas verhalten wirkten, aber bereits Tina Turners „Private Dancer“ wurde mit einem Scherz angekündigt und mit viel Power intoniert. Volker Schlotts Saxophon gab dem Titel zusätzlich eine exquisite Note und traf sich am Schluss des Songs mit der Stimme zu einem Duett.

Mit dem  Gute-Laune-Garant „Save my day“ sorgte Fady für aufgekratzte Tanzlaune, nur um danach ohne Vorwarnung mit einer sehr glaubwürdigen  Interpretation von  „Mad world“ die Stimmung wieder runterzufahren, indem er dem Publikum einen kurzen Einblick in traurige Kindheitserlebnisse gewährte. Dies und das darauffolgende „Black Velvet“ wurde vom Publikum mit tosendem  Applaus und ohrenbetäubenden Beifallsrufen quittiert.

Schlag auf Schlag folgten beliebte Cover-Songs wie „Edge of glory“, „Sweet dreams“ oder „Express yourself“, wobei jedem Titel ein eigener Stempel aufgedrückt wurde und als der Saal richtig kochte, stimmte Fady seelenruhig „Driving home for Christmas“ an und zauberte augenblicklich wieder eine friedvolle, weihnachtliche Atmosphäre herbei. Diesem Ausnahmekünstler gelingt es immer wieder, sein Publikum derart in seinen Bann zu ziehen, dass es ihm bei jedem Emotionswechsel problemlos folgt und gerne auf einer musikalischen  Achterbahn mitfährt.

So begann denn der nächste Titel „Your Ghost“ mit einem sachten Fingerschnippen und endete in einem stimmlichen Feuerwerk.  Das absolute Highlight des Abends aber, wurde von einem langen, exotischen Intro von Saxophon und Klavier angekündigt. Gut möglich, dass die Erinnerung an das wunderschöne Video zu „Neyla“ der Fantasie noch Aufwind gab, aber an diesem Abend entstand pure Magie, das Gefühl auf den Schwingen von Neylas Adler mit zu schweben und die Welt aus dieser Perspektive mit anderen Augen zu betrachten. Unbeschreiblich!

Es war nicht einfach, nach diesem Höhenflug wieder zu landen, aber Fady holte mit den stampfenden Rhythmen von „Love runs out“ alle wieder auf den Boden der Tatsachen, um gleich anschließend wieder mit „She’s like the wind“ wieder die Träumer im Publikum anzusprechen.

Gewiss wurde der französische Titel „ Vers les étoiles“ von vielen Fans auch sehnlichst erwartet und natürlich stand er auf der Playliste, ebenso wie „Anytime“, bei dem besonders die hohen Töne eine Klasse für sich waren.

Auch „Shadows“, das live erst zum zweiten Mal vorgestellt wurde, schien einer anderen Liga anzugehören, als die CD-Version.

Ob die Wahl des letzten Songs „Summertime“ eine Anspielung auf das gerade absolut unpassende Wetter für die Adventszeit war, bleibe dahingestellt, aber es war eine eindrückliche Demonstration,  dass Fady Maalouf auch ein ausgezeichneter Jazz-Sänger ist.

So intensiv nach Zugabe gerufen, oder eher geschrien, wurde wohl noch selten.

Um die Fans auf das anschließende Buffet und die Party einzustimmen, gab‘s als etwas leichtere Kost noch „Santa claus is coming to town“ und das allseits beliebte „Burn“.

Das Erleben und Einstufen einer musikalischen Darbietung hängt von vielen Faktoren ab, der persönliche Geschmack spielt sicher auch eine große Rolle. Viele Fans bezeichneten  „Étoiles“ als den krönenden Abschluss des Konzertjahres. Ob man diese Ansicht teilt oder nicht, ein würdiger Abschluss war es auf jeden Fall, so dass die Vorfreude auf ein weiteres Jahr mit Fady Maalouf und seinen wunderbaren Musikern im Kreise der Fady-Fans ungebrochen ist.

 

Am 20.2.2016 organisiert „Blessed e.V.“ das Benefiz- Konzert „Hope“ in der Maschinenhalle der Kulturbrauerei in Berlin.

 

 

 

 

 

 

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